Garst
21 August, 2008
Masche I
Doitscher, mach Mut
als Machmut
Mach 4 von Gilette
Die Rasierklinge im
Über-Arm der Gesellschaft
Masche II
Basalt gepfriemelt als
robustes Eingabegerät
das schreibst du in dein Kreuz
und kannst unter Zuhilfenahme
der Räson
nicht erklären, warum
Masche III
Mietshaus an Mietshaus
legt die Stadt ihr kulturelles
Leichentuch über das Dorf,
in dem die Füchse wohnen.
Auf den Hemden und Kravatten
trocknet das Blut der Nutten,
die sie sich ihrer beraubt hatten.
Liebe gedichtet.
14 Juni, 2008
Veränderungen
Die Zeit die läuft,
bleibt nicht.
Die Momente die sind,
waren.
Die Gedanken die gelebt,
mutieren.
Die Akzeptanz,
einst hier,
die Akzeptanz,
morgen dort.
Die Akzeptierenden oder
die Nicht-Akzeptierenden stellen sich
hervor
aus der Masse,
entscheiden,
unterscheiden sich Augenblicke von Dauer.
Veränderungen verändern,
Gedanken verändern,
Empfindung bleibt.
Verbleibend,
bitte um Chance.
Denn die Essenz ist unveränderbar.
Liebe Liebeslyrik
meine Augenlider brennen
ich schmecke Blut in meinem Mund
Deine Liebe schmeckt vergoren,
schal, künstlich, ungesund
Gestreut sind Hass und Zwietracht
öffentlich und anonym
Gebilde deines Frühlings
Straucheln im Verblühn
Gehasst präsentieret sich
im Scheine wie im Sein
Deine Schwäche degradiert dich
niederträchtig und gemein
Du tanzest mit den Mägden
in Lust und Akzeptanz
Verführt von den Rezepten
für Ruhm und Geld und Glanz
Im Stillen bist du immer
das muss ich eingestehen
der seidne, warme Schimmer
für den es lohnt, einzugestehen
Vorbei ist die Liebkosung
worin sich unsere Liebe gründt’
der Hass ist nun die Losung
als Gift in meinem Mund
Prussa
Während ich mich an den Rand des Lichtkegels zurückziehe, deb gleißenden Stern über mir fixierend, implodiert der Schatten.
Geblendet wende ich mich von meiner physischen Umgebung ab, falle in die Ohnmacht des vegetativen Nervensystems.
Mein vergewaltigtes Weltbild geifert nach dem Respekt und dem Mitleid, das mir nur meine Tätigkeit entgegen zu bringen vermag.
Der Lieferant montiert das Schild, moniert.
Ich weise ihm in unterwürfiger Vorsicht diesen oder jenen Handgriff an, beratend. Ich muss ersticken im folgenden Schwall heiserer Beschimpfungen, man wisse dies besser.
Geschockt starre ich auf die Stelle meines Krankkörpers, an der, an der Eingeweide statt, die dicke Werkshand aufmarschiert, gebärend.
Verpiss dich doch!
Aus verlorenen Gedanken erwachend, finde ich mich im Streit mit dem Unterhaltenen wieder, er, jetzt weinend, auf der Türschwelle unter Klagelauten, hinaus.
Ich verpasse ihm zu massiver Schockiertheit einen kräftigen Tritt.
Noch entsetzter starre ich auf meine Geisteshand, an deren Stelle die blutige Schlachtaxt pulsiert.
Die Türe geschlossen geht das Licht wieder an. Ich sterbe, ohne je gezeugt worden zu sein, bezeuge, ohne je gesehen zu haben, weiß, dass ich stotterem obwohl ich noch nie eine sprachliche Richtigkeit vernommen habe. Bass. Basston durchdringt wummernd die Wände.
Biologie beginnt jetzt, vielleicht.
Garst
darum: bittend
dafür: betend
keiner gleicht dem anderen wie der Ungleiche mir
Empörung
aberhört
wenn die unangenehme Pause
die Herzrythmen stört
verbleibt
der Leib
einem Kranich gleich
erzwungenes Schwingen
und sie schunkeln
Übergangener Frühsommer / Ideen des Mai
1 Juni, 2008
Liebe Leser,
so ein ganzer Monat verleitet oft zu Taten, Gedanken und Reisen (ob nun im Geiste oder komplett).Und verleiht dem Lyriker ganz neue Einsichten, Impressionen einer Wandlung und Bewegung, wie sie nur ein Erwachen des Sommers verkörpert. So sollen sich auch in den folgenden Werken entsprechende Impressionen wieder finden von Anfänglicher Erotik bis zu einem Nachsinnen der Winterzeit (oder schon Voraus?), welche die Dominanz des Geistes über so triviale Beeinflussung durch Wetter und Wechsel in höhere intellektuelle Sphären erhob.
In diesem Sinne, genießt den nie gelebten, verpassten Mai
Prostitution der Gedanken
Ungunst
Liebeskunst
Verhilf ihm, algorithmischer Geist
Geh auf Arbeit
Mach 2/Haus halt
Liebe ballt
Makromolekulare Kumulation der Hormone
In ekstatischer Explosion
Schont gern die Meisterin des Spiels
Unter Wohligem Eindruck samtenen Fließens der Gewänder
Unwirkliche Schemen durchsetzter Verätzung
Der Körperschablone
Zuneigung sucht Halt
Uneigentümlicher Unentgeltlichkeit
Genus
Der Safran deines Safts
Aus in-verser Abneigung
Verbaler baldiger Ausweidung
Seine Liebe liiert in
Glänzlich gänzlichem Tun
Weihentum
In abheiligen Sakralbauten
Safranstauden
Samenstau denn
Inkoheränte Distanz
Zu seiner Hand
Empörung
Glänzt galant ghanaisch
Konstatierst Korallenriffkunde
Seine Lyrik war ein
Scheiß
Zwei Bettler, die sich für Babylon erniedrigen
Und dabei ihren Herrn, das Geld, verschmähen
Er lebt in den Filamenten des Wesens,
das Sie „Selbst“ nennen, „Ich“ heißt es mit Vornamen
Er erkannte seine Seele,
die sie „Geld“ nennen, „mein“ mit Vornamen
so wurde er tabuisiert und ausgestoßen,
gebrandmarkt vom Markt der markanten Mark des Kapitalismus
und starb, gefangen, nach Jahren in Ekel-Haft
Rasputin
Koriphäe der Erinnerung
Ödem geringen Martyriums
Gepeinigt im Schauer anaerober Anonymität,
sich windend,
im windigen Gewand wandte der Wanderer im Geiste
das unterschriebene Blatt³
Abgeperlt von der Oberfläche des stillosen Stillleben
Wuchert der Farn auf der Fanmeile
Gebilde des Gemeisterten
An/aufschied ergriff sein grobschlächtiges Naturell
und implizierte die Agonie vor Sinnstraffem Glanz
Nicht außer in mir
Warme Kühnheit der Skepsis
nutzt Lücken im Filament
reiht Fähnrich an Fähnrich an Fähnrich
habilitiert forschend’ Absolvent
Die Gunst der Kunde
die Ideen des März
es wärmt der brüllende Schauer
Agnostikern wohlig das Herz
Es sprießen die Pflanzen
gen Frühling so herb
durchbrechen die Stille
galant und nicht derb
So einet der Wille
ob kahl oder grün
voräffender Feind
Auflagenhöhe!
1150 Kilometer!
HierHier!
DaDa!
Ein kräftiges durch – einander
30 April, 2008
Interpretationsansätze, des willens wegen getan um zu sein gewillt, zu vergessen was kommen, war.
<—- Leere ?????
eztäsnasnoitaterpretnI – Komissar des Wes(t)ens mit … Stern
Himmel. Wirrwar der Korrespondenz unter Schatten des dem der Widerstandslosigkeit/Aufmüpfigkeit!
contribué par Murchel
Lebensfragen
30 April, 2008
Stücke. Geraten oft zu kurz. Selten zu lang. Warum das?
Raum. Gründlich bestehend. Ab wann?
Zeit. Frühzeitig verspätet. Wie kontrollierbar?
Und die Liebe? Überlebt Sie das Leben?
Usurpator
29 April, 2008
Usurpator
Patros Feta-Käse im Regal
Regel eins:
Einsamkeit in seiner Hinterlist
hinterlässt ungenaue Schemen
Schemel geschnitzt, aus Holz
Hollunder blüht in vollem Saft
Satzgebilde ist faschistisch
Fasching des frivolen Frühsommers
Abmahl
reiches Leiden, Schönheit der Armut
ein Ast bricht. Ab und zu
stockt der Fluss eines Hinderns
das Schreiben befreit, denn Schrift
fängt, behält den inneren Gefangenen
in einer leeren Zelle
Ungunst spricht. Ab und an
Verliere das Gewonnene
lass deinen Rotstift wüten
Opportun
Er führte ein Stil-Leben
Stilleben an grobschlächtiger Leinwand
pfälzisches Weinland
wie naiv
Doch dringt er ein in das Refugium
seiner anderen Seele
Horch!
Ein Tropfen Allkohol
fällt
von dem Boden auf die Decke
„Hinterfrage nicht die Regeln und Gesetzmäßigkeiten der Metaphysik“
Doch er Missachtete
starb
gebar
Erkenntnisse aus einer Klausur welche sich mit der Lehre vom Aufbau, Verhalten und der Umwandlung von Stoffen sowie den dabei geltenden Gesetzmäßigkeiten befasst:
- Wenn man im Prozess des Lernens dem lehrenden Meister der Zeit unterliegt ist Wissen unmöglich
- Die Decke des Raumes besteht aus 76 (sechsundsiebzig) Platten, insofern man die abgeschnittenen mitzählt
- Zum Meister der Zeit sagen “Da Sie bei meiner Klausur eh keine Arbeit beim korrigieren haben werden könnten Sie meine Klausur hier am Platz abholen.” scheint diesem nicht zu gefallen
- Auch ein unbeSchirmter Tag bietet wenig Spannung wenn man dabei auf den Meister der Zeit trifft
- Wenn man an der Decke nur die Platten zählt die komplett sind dann sind es ca. 55 (Angaben ohne Gewähr)
- Wenn man vor der Klausur in einem alten Auto (1970, Hauptbestandteile: Rost, Staub, Undefinierbares) zum Mittagessen fährt und in diesem eine tote Kreuzspinne von der Decke baumelt bringt das auch kein Glück
- Wenn man die Platten an der Decke mehrfach gezählt hat bekommt man abartige Gedanken (Ödipus = öde Pussy; 0 Punkte schriftlich + 0 Punkte mündlich = 0 Punkte im Zeugnis)
- Vielleicht habe ich mich auch verzählt
..Augen geöffnet:
24 April, 2008

Die ewige(n) Frage(n)
24 April, 2008
Dekonstruktivismus
Ihr Ziel suchend
planlos
durch die Luft schwirrend
suchen Zusammenhänge
ihren Sinn.
Komplex stellt sich
sinnlos
vor die Frage
der Herkunft
Vergessen ist die einstige Heimat
verschwendetes Leben
ziellos
und ziellos bleibend
Stellungen der Liebe
Liebe
positioniert
zwischen Ein und Anderem
bewirkt
wolkenlose Himmelszüge
in deinen Augen